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Kundenbindung im Restaurant: So bauen Sie ein Treueprogramm, das Gäste zurückbringt

Ein volles Haus sagt wenig aus, wenn die Gäste nie wiederkommen. So bauen Sie ein Treueprogramm, das zur Gastronomie passt: vom Kartentyp über die Belohnung bis zum QR-Code auf der Rechnung.

Kellner begrüßt ein wiederkehrendes Paar am Eingang eines stimmungsvollen Restaurants

Ihr Restaurant kann jeden Abend voll sein und trotzdem langsam ausbluten. Wenn jeder Tisch von Menschen besetzt wird, die Sie danach nie wiedersehen, bauen Sie kein Restaurant auf — dann reihen Sie einzelne Transaktionen aneinander. Genau darum geht es bei Kundenbindung im Restaurant: aus Gästen, die zufällig hereinkamen, werden Gäste, die Ihr Lokal als ihr Lokal betrachten.

Im Folgenden lesen Sie, wie Sie ein Treueprogramm aufsetzen, das zur Gastronomie passt: welche Form zu welchem Betrieb passt, wohin der QR-Code gehört, welche Fehler die meisten Wirte machen und worauf Sie steuern, sobald es läuft.

Warum ein wiederkehrender Gast mehr wert ist als ein neuer

Neue Gäste kosten Geld. Anzeigen, Provisionen an Reservierungsplattformen, Rabatte bei Lieferdiensten, ein Glas Prosecco aufs Haus, um jemanden zu überzeugen — das summiert sich. Ein wiederkehrender Gast kostet praktisch nichts, denn er kennt Ihre Adresse bereits.

Wichtiger noch: Stammgäste verhalten sich am Tisch anders. Sie brüten kürzer über der Karte, bestellen häufiger Vorspeise oder Dessert, weil sie der Küche vertrauen, sagen leichter zur zweiten Flasche Ja und reagieren deutlich gelassener, wenn es voll ist. Sie bringen außerdem Leute mit: Wer zum vierten Mal kommt, kommt selten allein.

Dazu kommt Planbarkeit. Ein Betrieb mit einem festen Kern an Stammgästen hat einen ruhigeren Einkauf, weniger Verderb und eine Dienstplanung, die nicht jede Woche Glückssache ist. Sie wissen ungefähr, wer am Dienstagabend hereinkommt. Bei den dünnen Margen in der Gastronomie ist das mindestens so viel wert wie der Umsatz selbst.

Das Argument anzufangen ist also kein romantisches, sondern ein rechnerisches: Jeder Gast, den Sie von einem Besuch pro Jahr auf drei bringen, verdreifacht seinen Wert, ohne dass Sie einen Euro mehr für Marketing ausgeben.

Welche Form von Treueprogramm passt zu Ihrem Restaurant?

Ein allgemeingültiges Programm gibt es nicht. Ein Mittagslokal, in das Leute viermal pro Woche kommen, braucht etwas anderes als ein Restaurant, in dem der durchschnittliche Gast zweimal im Jahr reserviert. Entscheiden Sie nach Besuchsfrequenz und durchschnittlichem Bon.

KartentypPasst zuSo funktioniert esAchtung
StempelkarteMittagslokal, Bistro, Pizzeria, Außer-Haus — hohe Frequenz, niedrigerer BonEin Stempel pro Besuch; nach einer festen Anzahl Besuche folgt die BelohnungWer für 12 Euro mittagisst, bekommt genauso viel wie wer für 80 Euro diniert
PunktekarteÀ-la-carte-Restaurant, Bistro, Weinbar — geringere Frequenz, höherer BonPunkte pro ausgegebenem Euro, gespart auf eine selbst gewählte BelohnungRechnen Sie den Belohnungswert durch, sonst verschenken Sie mehr, als die Marge hergibt
MitgliedschaftFeste Mittagsgäste, Kaffeebars, Chef's-Table-KonzepteFester Monatsbetrag für laufende Vorteile oder GuthabenBraucht ein Angebot, das jeden Monat spürbar etwas bringt, sonst wird gekündigt

Stempelkarte: ein Stempel pro Besuch

Der Klassiker, und das zu Recht. Jeder versteht sie sofort, am Tisch muss nichts erklärt werden. Für Betriebe mit regelmäßigen Besuchen ist das fast immer der richtige Einstieg.

Die Falle ist eine zu hohe Hürde. Zehn Stempel für ein Gratis-Hauptgericht klingt für Sie logisch, aber wenn der durchschnittliche Gast einmal im Monat kommt, blickt er auf fast ein Jahr Sparen. Er steigt aus, bevor die Karte halb voll ist. Richten Sie die Stempelzahl danach aus, wie oft jemand im Quartal kommt — nicht danach, was Sie verschenken wollen.

Punktekarte: Punkte pro ausgegebenem Euro

Sobald die Bonhöhen stark auseinandergehen, ist eine Punktekarte gerechter. Der Sechsertisch beim langen Abendessen sammelt schneller als der Gast beim Kaffee — und das fühlt sich für beide stimmig an. Zudem können Sie mehrere Belohnungen nebeneinander anbieten, sodass der Gast selbst wählt: ein Dessert bei niedriger Schwelle, eine Flasche Wein bei hoher.

Rechnen Sie vorab aus, was Sie verschenken. Wenn Ihre Punkte langfristig etwa fünf Prozent Rabatt entsprechen, wissen Sie genau, was das Programm kostet — und das ist in der Regel ein Bruchteil dessen, was Sie einer Lieferplattform oder Anzeigenkampagne für denselben Gast zahlen.

Mitgliedschaft: Stammgäste im Abo

Mitgliedschaften funktionieren gut bei einer festen Gruppe, die Sie fast täglich sehen: die Büroleute mittags oder die Kaffeestammgäste. Sie zahlen einen festen Monatsbetrag und bekommen dafür laufend etwas zurück. Der Vorteil ist planbarer Umsatz vor Monatsbeginn. Das Risiko: Sie müssen dauerhaft liefern; eine Mitgliedschaft, die niemand nutzt, wird binnen zwei Monaten gekündigt.

Neben diesen drei gibt es noch Levels — Gäste steigen von Bronze bis Gold auf — und einzelne Coupons für kurzfristige Aktionen. Eine Übersicht aller Formen und wann Sie welche einsetzen, finden Sie auf der Seite zu den Kartentypen.

So setzen Sie es praktisch um

Platzieren Sie den QR-Code dort, wo der Gast ohnehin hinschaut

Das Zeitfenster, in dem ein Gast für Ihr Programm offen ist, ist kurz: wenn die Rechnung auf den Tisch kommt. Er ist zufrieden, hat das Handy zum Bezahlen ohnehin in der Hand und überlegt unbewusst bereits, ob er wiederkommt. Drucken Sie den QR-Code deshalb auf die Rechnungsmappe oder den Bon.

Passt das in Ihrem Betrieb nicht, sind Tischaufsteller, Speisekarte und ein Schild an der Kasse gute Alternativen. Schreiben Sie in einfacher Sprache dazu, was der Gast bekommt — "Scannen und ein Dessert gratis sammeln" wirkt besser als "Werden Sie Mitglied unseres Treueprogramms".

Sorgen Sie dafür, dass das Personal keine Mehrarbeit hat

Jedes System, das dem Service zusätzliche Handgriffe abverlangt, verliert am vollen Samstag. Bei Beepify scannt der Gast den QR-Code selbst, und die Karte liegt binnen Sekunden in Apple Wallet oder Google Wallet — keine App zum Herunterladen, kein Konto, keine E-Mail-Adresse, die jemand am Tisch buchstabieren muss. Beim nächsten Besuch scannt Ihr Team die Karte direkt aus dem Wallet des Gastes, und der Stempel sitzt.

Wählen Sie eine Belohnung, die Ihre Marge trägt

Verschenken Sie, was für Sie günstig ist und sich für den Gast wertvoll anfühlt. Ein Dessert, ein Aperitif, ein Specialty Coffee oder eine Vorspeise haben einen niedrigen Wareneinsatz, aber einen klaren gefühlten Wert. Ein Gratis-Hauptgericht ist meist zu teuer und treibt die Sparschwelle so hoch, dass das Programm seine Wirkung verliert.

Fehler, die Restaurants bei der Kundenbindung machen

  • Die Hürde zu hoch setzen. Sparen, das länger als ein halbes Jahr dauert, fühlt sich nicht nach Sparen an, sondern nach Hinhalten.
  • Das Programm nie erwähnen. Ein QR-Code, auf den niemand hinweist, wird nicht gescannt. Lassen Sie Ihr Team ihn beim Bringen der Rechnung kurz ansprechen — ein Satz genügt.
  • An Papierkarten festhalten. Die gehen verloren, wandern in die Waschmaschine und liefern Ihnen keinerlei Daten. Sie wissen nicht, wer sammelt, wie oft jemand kommt oder wer seit drei Monaten nicht mehr da war.
  • Sich nie melden. Die Hälfte des Werts liegt darin, abgewanderte Gäste zurückzuholen. Eine digitale Karte kann automatisch eine Meldung auf den Sperrbildschirm schicken — zum Geburtstag, bei fast voller Karte oder nach längerer Stille.
  • Allen dieselbe Nachricht schicken. Wer wöchentlich hier isst, braucht keinen Rabatt. Wer drei Monate weg war, schon.
  • Nach sechs Wochen aufhören. Loyalität ist per Definition ein Langfristeffekt. Interessant werden die Zahlen erst nach einigen Monaten.

Worauf Sie steuern, sobald es läuft

Ohne Zahlen ist ein Treueprogramm ein Gefühl. Verfolgen Sie diese vier Größen, und Sie wissen binnen eines Quartals, ob es funktioniert.

  • Anmeldungen pro Woche — wie viele Gäste scannen tatsächlich? Bleibt das niedrig, liegt es an der Platzierung des QR-Codes oder daran, was Ihr Team dazu sagt.
  • Besuchsfrequenz — kommen Teilnehmer häufiger als vorher? Das ist der eigentliche Zweck des Programms.
  • Einlösequote — wie viele volle Karten werden eingelöst? Eine niedrige Quote bedeutet meist eine zu hohe Schwelle.
  • Durchschnittsbon der Teilnehmer — Stammgäste geben pro Besuch in der Regel mehr aus als Einmalgäste; hier sehen Sie, ob das bei Ihnen ebenfalls zutrifft.

Diese Zahlen fallen bei einem digitalen System automatisch an. Bei Papierkarten haben Sie sie schlicht nicht — genau deshalb erfahren so viele Restaurants nie, ob ihre Stempelkarte etwas gebracht hat.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Stempel sollte eine Karte in der Gastronomie haben?

Richten Sie sich nach der Besuchsfrequenz, nicht nach dem Wert Ihrer Belohnung. Kommt jemand wöchentlich, funktionieren sechs bis acht Stempel gut. Sehen Sie Gäste einmal im Monat, bleiben Sie bei vier oder fünf. Faustregel: Die Karte sollte in etwa drei Monaten vollzukriegen sein, sonst verliert der Gast das Gefühl, auf etwas hinzuarbeiten.

Müssen Gäste eine App installieren?

Nein, und in der Gastronomie ist das entscheidend. Ein Gast, der am Tisch erst eine App herunterladen soll, lässt es bleiben. Bei Beepify scannt er den QR-Code, und die Karte landet direkt in Apple Wallet oder Google Wallet — dem Wallet, das ohnehin auf seinem Handy ist. Die Anmeldung passt bequem in die Zeit, in der das Kartengerät geholt wird.

Was kostet ein Treueprogramm für ein Restaurant?

Sie können bei Beepify mit einem kostenlosen Einstiegsplan starten, um zu sehen, ob es bei Ihren Gästen ankommt, und erst wachsen, wenn sich das Programm bewährt. Die eigentlichen Kosten stecken in den Belohnungen, die Sie verschenken — und die bestimmen Sie selbst. Stellen Sie sie neben das, was Sie pro Gast an Provision oder Werbung zahlen, und der Vergleich fällt fast immer richtig herum aus. Die aktuellen Pläne finden Sie auf der Preisseite.

Funktioniert das auch bei Abholung und Lieferung?

Ja, und dort ist es besonders wertvoll. Bei Lieferungen gehört die Beziehung zum Gast meist der Plattform, nicht Ihnen. Ein QR-Code auf der Tüte oder dem Bon holt diesen Gast zurück in Ihren eigenen Kanal, wo Sie keine Provision zahlen und selbst Kontakt halten können.

Loslegen

Das Schwierige an Kundenbindung ist nicht die Technik, sondern die Entscheidung: welcher Kartentyp, welche Belohnung, wie viele Stempel. Machen Sie deshalb zuerst das interaktive Quiz — nach wenigen Fragen sehen Sie, welches Programm zu Ihrem Restaurant passt, inklusive Beispielkarte. Mehr darüber, wie andere Gastronomiebetriebe das aufsetzen, lesen Sie auf der Seite Beepify für Restaurants.

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