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Kundenbindung im Einzelhandel: so erhöhst du die Kauffrequenz in deinem Geschäft

Kundenbindung im Einzelhandel lohnt sich mehr als Neukundengewinnung. So steigerst du die Kauffrequenz in deinem Geschäft mit einer digitalen Kundenkarte.

Kundenbindung im Einzelhandel: warum Kauffrequenz mehr bringt als Neukunden

Kundenbindung im Einzelhandel beginnt mit einer einfachen Rechnung. Ein Kunde, der vier Mal im Jahr bei dir kauft, bringt dir mehr ein als zwei Neukunden, die jeweils einmal vorbeikommen. Trotzdem stecken die meisten Geschäfte den Großteil ihres Marketingbudgets in die Gewinnung neuer Gesichter. Das ist verständlich, aber es lässt Geld auf dem Tisch liegen.

Stammkunden kennen dein Sortiment. Sie vertrauen deiner Beratung. Sie kommen wieder, ohne dass du sie mit einer Anzeige überzeugen musst. Ein Bekleidungsgeschäft, das seine Stammkunden zweimal im Jahr zu einem zusätzlichen Besuch bewegt, spürt das direkt im Umsatz, ohne dass die Akquisekosten steigen.

Die Herausforderung ist, dass Kunden schlicht vergessen, dass sie bei dir waren. Nicht weil sie unzufrieden sind, sondern weil das Leben beschäftigt ist und immer ein anderes Geschäft in der Nähe wartet. Ein gutes Kundenbindungsprogramm für dein Geschäft löst das. Es gibt Kunden einen konkreten Grund zurückzukommen, und dir eine Möglichkeit, sie zum richtigen Zeitpunkt an dein Angebot zu erinnern.

Was Kundenbindung im Einzelhandel in der Praxis bedeutet

Retention ist kein abstraktes Konzept. Es ist die Entscheidung eines Kunden, zu dir zurückzukommen statt woanders hinzugehen. Diese Entscheidung machst du leichter, indem du Mehrwert bietest, der über das Produkt selbst hinausgeht.

Denk an einen Juwelier, der Stammkunden als Erste über eine neue Kollektion informiert. Oder ein Bekleidungsgeschäft, das Kunden mit hoher Kauffrequenz einen kleinen Bonus bei ihrem fünften Einkauf gewährt. Das sind keine großen Gesten, aber sie wirken, weil sie persönlich anfühlen.

Für Einzelhandels-Marketing gilt: Kunden möchten wahrgenommen werden. Sie wollen das Gefühl haben, dass du weißt, wer sie sind. Eine digitale Kundenkarte für dein Geschäft hilft dabei, weil du siehst, wer regelmäßig kommt und wen du schon eine Weile nicht mehr gesehen hast.

Die Kundenkarte als Grundlage für Retention

Eine QR-Code-Stempelkarte ist der einfachste Weg, Kundenbindung aufzubauen. Der Kunde scannt einen QR-Code an der Kasse, der Stempel wird digital erfasst und die Karte wird in Apple oder Google Wallet gespeichert. Keine Papierzettel, die verloren gehen, keine App, die niemand herunterlädt.

Für ein Bekleidungsgeschäft oder einen Juwelier funktioniert das so: Du legst fest, dass ein Kunde bei jedem Einkauf einen Stempel bekommt. Nach fünf Einkäufen folgt eine Belohnung, zum Beispiel zehn Euro Rabatt oder ein kostenloses Accessoire. Der Kunde sieht den Fortschritt auf seinem Smartphone und weiß genau, wie viel er noch braucht.

Das ist nicht unwichtig. Sichtbarer Fortschritt motiviert. Ein Kunde, der drei von fünf Stempeln hat, kommt eher zurück als jemand, der keine Ahnung hat, wo er steht.

Digital versus Papier

| | Papier-Stempelkarte | Digitale Kundenkarte | |---|---|---| | Verloren gehen | Häufig | Nicht möglich | | Einblick in Kundenverhalten | Keiner | Ja, über Dashboard | | Erinnerungen versenden | Nicht möglich | Ja | | Kosten pro Karte | Druck + Zeit | Fester Monatsbeitrag | | Kundenerlebnis | Schwankend | Konsistent |

Kundenbindungsprogramm im Einzelhandel: welche Form passt zu dir

Nicht jedes Kundenbindungsprogramm funktioniert für jedes Geschäft. Die Wahl hängt von deinem durchschnittlichen Einkaufswert ab, wie oft Kunden kommen und was du belohnen möchtest.

Eine Stempelkarte funktioniert gut, wenn Kunden regelmäßig kleinere Einkäufe tätigen. Denk an ein Bekleidungsgeschäft, in dem Kunden mehrmals pro Saison für ein neues Teil vorbeikommen. Bei jedem Einkauf ein Stempel, nach einer bestimmten Anzahl eine Belohnung.

Ein Punktesystem passt besser zu Geschäften mit einem höheren durchschnittlichen Einkaufswert. Ein Kunde, der für 150 Euro kauft, sammelt mehr Punkte als jemand, der für 30 Euro kauft. So belohnst du die Kunden, die am meisten zu deinem Umsatz beitragen.

Level oder Mitgliedschaftsvarianten sind interessant, wenn du einen Unterschied zwischen deinen besten Kunden und dem Rest machen möchtest. Kunden, die eine bestimmte Schwelle erreichen, erhalten Zugang zu einer exklusiven Stufe, mit frühem Zugang zu neuen Kollektionen oder einem festen Rabatt. Das schafft Status, und Status wirkt.

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Kauffrequenz steigern ohne Rabatte zu geben

Viele Einzelhändler denken, dass Loyalität nur mit Rabatten funktioniert. Das stimmt nicht. Rabatte kosten Marge und ziehen manchmal genau die Kunden an, die nur kommen, wenn etwas günstiger ist.

Es gibt andere Wege, Kunden öfter zurückzubringen.

Frühzeitiger Zugang zu neuen Kollektionen ist für viele Kunden wertvoller als ein Rabatt. Ein Stammkunde eines Juweliers, der als Erster aus einer neuen Linie wählen darf, fühlt sich besonders. Dieses Gefühl ist für einen Mitbewerber schwer zu kopieren.

Eine Geburtstagsüberraschung funktioniert ebenfalls gut. Nicht eine generische E-Mail, sondern eine konkrete Belohnung, die automatisch rund um den Geburtstag auf der Karte des Kunden erscheint. Das ist für dich mit wenig Aufwand verbunden und für den Kunden eine persönliche Geste.

Persönliche Beratung ist eine dritte Option. Wenn du weißt, was ein Kunde früher gekauft hat, kannst du gezielt Kontakt aufnehmen, wenn etwas Neues reinkommt, das dazu passt. Das erfordert etwas mehr Zeit, aber der Effekt auf die Kundenloyalität ist groß.

Kundenkarte im Einzelhandel: so sorgt du dafür, dass Kunden sie auch nutzen

Eine Kundenkarte für dein Geschäft hat nur dann Wert, wenn Kunden sie aktiv verwenden. Das klingt logisch, aber viele Kundenbindungsprogramme scheitern, weil die Karte nach dem ersten Mal nicht mehr hervorgeholt wird.

Drei Dinge helfen, das zu verhindern.

Erstens: Mach die Hürde für den ersten Stempel so niedrig wie möglich. Wenn ein Kunde bereits beim ersten Einkauf etwas verdient, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass er die Karte behält und wiederkommt.

Zweitens: Sorge dafür, dass die Karte immer sichtbar ist. Eine Apple Wallet Stempelkarte liegt auf dem Smartphone des Kunden, nicht in einer Schublade zu Hause. Der Kunde sieht sie jedes Mal, wenn er sein Portemonnaie öffnet.

Drittens: Schick eine Erinnerung, wenn ein Kunde lange nicht da war. Nicht jede Woche, das wirkt kontraproduktiv. Aber wenn jemand drei Monate nichts gekauft hat, obwohl er normalerweise jeden Monat vorbeikommt, ist das der richtige Moment, um von dir hören zu lassen.

Einzelhandels-Marketing: Kundendaten sinnvoll nutzen

Eine digitale Kundenkarte gibt dir etwas, das ein Papierzettel niemals kann: Einblick. Du siehst, welche Kunden regelmäßig kommen, wer schon eine Weile nicht mehr da war und wie viel Zeit durchschnittlich zwischen zwei Einkäufen liegt.

Diese Informationen sind konkret nutzbar. Angenommen, du siehst, dass Kunden im Schnitt nach sechs Wochen zurückkommen. Dann weißt du, dass du nach fünf Wochen eine Erinnerung schicken kannst, kurz bevor sie vielleicht zu einem Mitbewerber gehen.

Oder du siehst, dass Kunden, die ein bestimmtes Produkt gekauft haben, häufiger zurückkommen als andere. Das sagt dir, welche Produkte Loyalität aufbauen und welche nicht.

Für Bekleidungsgeschäfte ist das besonders relevant, weil das Kaufmuster saisonabhängig ist. Du kannst Kunden, die letztes Jahr eine Winterjacke gekauft haben, dieses Jahr zum richtigen Zeitpunkt mit einem passenden Angebot ansprechen.

Häufige Fragen

Funktioniert ein Kundenbindungsprogramm auch für ein kleines Geschäft?

Ja. Ein kleines Geschäft hat sogar einen Vorteil: Du kennst deine Kunden persönlich. Eine digitale Kundenkarte gibt dir die Struktur, diese Beziehung zu pflegen, auch wenn es stressig wird.

Wie schnell sieht man Ergebnisse bei der Kundenbindung im Einzelhandel?

Das variiert je nach Geschäft und Branche. Viele Einzelhändler bemerken innerhalb von drei bis sechs Monaten, dass Stammkunden häufiger zurückkommen. Die ersten Ergebnisse zeigen sich oft, sobald Kunden ihre erste Belohnung erhalten haben.

Muss ich selbst eine App entwickeln für eine digitale Kundenkarte?

Nein. Mit Beepify speichern Kunden die Karte in Apple oder Google Wallet. Sie müssen nichts herunterladen. Du verwaltest alles über ein Dashboard.

Was ist ein realistisches Belohnungsniveau für eine Stempelkarte?

Das hängt von deiner Marge ab. Eine gängige Faustregel ist, dass die Belohnung zwischen fünf und zehn Prozent des ausgegebenen Betrags liegt. Ein Kunde, der fünf Mal für zwanzig Euro kauft, bekommt dann eine Belohnung von fünf bis zehn Euro.

Kann ich mehrere Arten von Kundenbindungsprogrammen kombinieren?

Ja. Du kannst Stempel mit einer Geburtstagsbelohnung oder mit Levels kombinieren. Wie du das einrichtest, hängt davon ab, was deine Kunden motiviert und was du operativ verwalten kannst.

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